Hallo liebe Freunde,
Es ist gerade, bei dem Winterwetter, die richtige Zeit für ein gutes Buch. jasper und ich stellen Euch heute: Ewige Schuld -. Dieses Buch hat Arne Dessau aufs papier gebracht. Arne ist Krimi-Autor. Bekannt wurde er durch seine Kriminalromane, insbesondere durch die „Helmut Jordan“-Reihe. Na, dann mal los.......
Inhalt:
Zonenrandgebiet 1974 – ein düsteres Dorfgeheimnis, eine verhängnisvolle Liebschaft und die erste große Liebe
„Hätte ich geahnt, was meine Fragen auslösen, hätte ich die Finger davongelassen.“
Eine
tiefe Schuld, auch wenn wir sie nicht bewusst auf uns laden, verfolgt
uns ein Leben lang. Wenn wir sie endlich tilgen wollen, machen wir es
oft nur noch schlimmer. So ergeht es Fritz Tiedemann. Fritz
bewegt sich zwischen den Welten. Als Einziger aus seinem Dorf geht er
aufs Gymnasium in Wolfenbüttel und macht sich damit selbst zum
Außenseiter. Als er und seine Mitschülerin Freda sich kurz vor dem
Abitur näherkommen, beginnt für ihn ein neues Leben. Nicht zuletzt wegen Freda wühlt er tief in der Nazi-Vergangenheit seines Heimatdorfes und lüftet ein düsteres Geheimnis. Als
ihn dann Elke, die Verlobte seines besten Freundes Helmut, verführt,
gerät Fritz in einen gefährlichen Strudel, aus dem es kein Entrinnen
gibt … Vor allem ahnt Fritz nicht, welche Tragödien
er auslöst. Das ganze Ausmaß erschließt sich ihm erst mehr als vierzig
Jahre später.
Quelle: Klappentext
Meine Meinung:
Die Geschichte von Fritz ist von Anfang an meisterhaft umgesetzt. Als einziger Gymnasiast in seinem Dorf ist er ein klassischer Außenseiter, der nirgendwo so richtig dazugehört. Doch sein Leben ändert sich schlagartig, als er Freda näherkommt. Durch sie beginnt er, tief in die dunkle Nazizeit seines Dorfes einzutauchen und lüftet Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären. Doch damit nicht genug: Fritz verstrickt sich in ein gefährliches Verhältnis mit Elke – der Verlobten seines besten Freundes. Diese emotionale Zwickmühle entwickelt einen Sog, der ihn und den Leser nicht mehr loslässt. Fritz ahnt nicht, welche Lawine er mit seinen Nachforschungen und seinen Gefühlen losgetreten hat. Arne Dessaul hat hier ein Werk geschaffen, das durch tiefgründige Recherche besticht. Die Schilderungen der NS-Zeit im Dorf sind so präzise, dass man die beklemmende Atmosphäre dieser schlimmen Epoche förmlich spüren kann. Der Autor setzt aus vielen kleinen Puzzleteilen ein beeindruckendes Gesamtbild zusammen, das die Vergangenheit wieder zum Leben erweckt. Liebe, Hass, Tragödie und enorme Spannung wechseln sich auf den Seiten ab und machen das Buch zu einem echten Erlebnis. Er schreibt sehr bildhaft, ohne dabei sperrig zu wirken. Die Sätze fließen ohne Ecken und Kanten dahin. Man ist sofort im Geschehen und kann das Buch kaum zur Seite legen. Das Cover ist zwar schlicht gehalten, hat aber genau den richtigen „Kick“, der neugierig macht und perfekt zum geheimnisvollen Inhalt des Romans passt. Arne Dessaul versteht es glänzend, eine persönliche Entwicklungsgeschichte mit der großen, dunklen Geschichte Deutschlands zu verknüpfen. Die Mischung aus jugendlicher Leidenschaft und der Last der Vergangenheit ist absolut fesselnd. Ein wichtiges und zugleich hochspannendes Buch für alle, die Geschichten mit Tiefgang und historischem Hintergrund lieben. Vielen Dank, lieber Arne.
Liebe Grüße
Jasper und Petra
Dies ist unbezahlte Werbung. Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar.
Dafür bedanke ich mich herzlich.












